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23. Februar 2026

Standort Österreich: Rekordjahr bei ABA‑Beratungen und klare Weichen für den Aufstieg unter die Top‑10 der wettbewerbsfähigsten OECD‑Länder

Die Austrian Business Agency (ABA) verzeichnete 2025 so viele Beratungen wie nie zuvor. Von der ABA unterstützte internationale Unternehmen investieren rund 900 Millionen Euro in Österreich. Bei den Betriebsansiedelungen und ‑erweiterungen zeigt sich eine zunehmende Dynamik aus Mittel‑ und Osteuropa. Die österreichische Bundesregierung definiert mit der Industriestrategie 2035 einen klaren Rahmen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Standorts.

Im Jahr 2025 führte die ABA insgesamt 26.736 Beratungen für internationale Unternehmen, Fachkräfte und Filmproduktionen durch. Damit erreicht die Standortagentur den höchsten Wert seit ihrem Bestehen. Die Entwicklung zeigt deutlich: Trotz eines herausfordernden wirtschaftlichen Umfelds bleibt Österreich international stark nachgefragt – sowohl als Wirtschafts- und Forschungsstandort als auch als attraktiver Ort zum Arbeiten und Leben. 

Die von der Standortagentur betreuten 283 Betriebsansiedelungen und -erweiterungen internationaler UnternehmenBetriebsansiedelungen und -erweiterungen internationaler Unternehmen (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet) bringen Investitionen von rund 900 Millionen Euro nach Österreich. Mehr als 2.700 neue Arbeitsplätze werden dadurch entstehen. Die Unternehmen stammen aus 72 Ländern. Deutschland (67 Projekte) bleibt die wichtigste Herkunftsnation. Zugleich gibt es einen Anstieg von Ansiedelungen und Erweiterungen aus den mittel und osteuropäischen Staaten: Die ABA begleitete etwa 24 Unternehmensansiedlungen und -erweiterungen aus Ungarn, das erstmals zweitwichtigstes Herkunftsland vor Italien wurde. Westeuropa (112 Projekte) stellt weiterhin die stärkste Herkunftsregion, gefolgt von Osteuropa (72), Asien (31) und Südeuropa (30).

72 Unternehmen aus der IKT-Branche wurden von der ABA bei der Ansiedlung betreut. Ebenfalls stark vertreten waren wirtschaftsnahe Dienstleistungen, der Großhandel sowie Life Sciences, Biotechnologie und Gesundheit. Unter den realisierten Projekten befinden sich zudem 42 internationale Startups/Scaleups und 35 Forschungs- und  Entwicklungsprojekte – ein klares Signal für die Attraktivität Österreichs als Innovations- und Forschungsstandort. 

Industriestrategie 2035: Rahmen für Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit 

Als Tourismusmagnet ist Österreich international anerkannt. Noch deutlich stärker zur Wertschöpfung im Land trägt die Industrie bei: Sie schafft ein Viertel aller Arbeitsplätze, macht ein Viertel des Bruttoinlandsprodukts aus und steht für zwei Drittel aller Forschungsausgaben. Mit der Anfang 2026 präsentierten Industriestrategie 2035Industriestrategie 2035 (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet) setzt die österreichische Bundesregierung einen verbindlichen industriepolitischen Rahmen. Ziel ist es, Investitionen zu erleichtern, Verfahren zu beschleunigen und die industrielle Basis des Landes langfristig zu stärken. Geplant sind unter anderem modernisierte Förderinstrumente, vereinfachte Genehmigungsverfahren sowie ein Industriestrompreis ab 2027. Bis 2029 stellt der Bund 2,6 Milliarden Euro für F&E in neun Schlüsseltechnologien bereit, in denen Österreich international wachsen will. Dazu zählen beispielhaft Quantentechnologie und Photonik, Life Sciences und Biotechnologie, fortgeschrittene Produktionstechnologien und Robotik sowie Weltraum- und Luftfahrttechnologien. 

Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer: „Mit der Industriestrategie setzen wir erstmals eine klare Richtung: Mit 114 konkreten Maßnahmen, klaren Schlüsseltechnologien und messbarer Umsetzung stärken wir Innovation, Resilienz und Wettbewerbsfähigkeit – und bekennen uns unmissverständlich zum Produktionsstandort Österreich.“ 

Im Zuge der Industriestrategie wird auch die ABA weiterentwickelt und als zentraler Service Point für internationale Zukunftsinvestitionen gestärkt. Der Fokus liegt dabei auf gezieltem Standortmarketing in Schlüsseltechnologien, dem Ausbau internationaler Fachkräftehubs in Europa, Lateinamerika und Südostasien sowie der konsequenten Digitalisierung der Serviceangebote. 

Fachkräfte: ABA unterstützt beim Recruiting 

Österreichische Fachkräfte sind hochqualifiziert, motiviert und sehr loyal, wie Untersuchungen belegen. Durch den EU-weit zweithöchsten Anteil an Studienabsolventen in MINT-Fächern und das duale Ausbildungssystem decken Unternehmen in Österreich den größten Teil ihres Personals aus dem Inland. Wie alle Industriestaaten benötigt aber auch Österreich qualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland. Aufgrund der hohen Lebensqualität, einer starken Kaufkraft, Stabilität und Sicherheit, leistungsfähiger Infrastruktur und einem der besten Gesundheitssystemen der Welt ist Österreich für internationale Fachkräfte ein attraktiver Ort zum Arbeiten und Leben. 

Die ABA bietet allen Unternehmen in Österreich kostenfreie Services zur Rekrutierung internationaler Fachkräfte.internationaler Fachkräfte. (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet) Im Jahr 2025 hat das Team der Standortagentur 21.000 internationale Spitzenkräfte, Studierende und deren Familienmitglieder zu Leben und Arbeiten in Österreich beraten – ein Anstieg von 31 Prozent gegenüber dem Jahr 2024. Zusätzlich führte die Servicestelle Einwanderung und Aufenthalt knapp 4.000 Beratungen zu Rot-Weiß-Rot - Karte und weiteren Aufenthaltstiteln durch. Auf dem Talent Hub der ABA sind mehr als 8.000 Fachkräfte aktiv. 

René Tritscher, Geschäftsführer der ABA: „Die Zahlen zeigen eindrucksvoll: Internationale Unternehmen und Fachkräfte nehmen unsere kostenfreien Services in hohem Ausmaß in Anspruch. Die ABA hat sich als Kompetenzzentrum für Betriebsansiedelung, internationale Fachkräfte und Filmproduktionen etabliert. Unser Ziel ist klar: Internationale Unternehmen mit Investitionen nach Österreich zu holen, Arbeitsplätze zu schaffen und die Wettbewerbsfähigkeit des Landes langfristig zu stärken.“ 

Rückfragen und Kontakt

Austrian Business Agency
Thomas Schweinberger  
Public Relations  
M.: +43 676 898 590 462 
presse@aba.gv.atpresse@aba.gv.at (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet)  

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